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predigten-2019:2019-04-20 [2019/04/19 08:48] (aktuell)
michael angelegt
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 +===== Predigtgedanken,​ 20.04.2019 (Osternacht) =====
 +{{:​predigten-2016:​messner120x150.jpg?​nolink&​120x150 |Pfarrer Meßner}}
 +Liebe Mitchristen,​
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 +es ist immer wieder etwas Besonderes, mitzuerleben,​ wie die Dunkelheit, welche den Tod symbolisiert,​ langsam vom Licht der Auferstehung Jesu verdrängt wird.
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 +Das haben wir durch die Osterkerze, die eben in die dunkle Kirche gebracht wurde, erlebt.
 +Eine Kerze kann die ganze Kirche erhellen, sie zieht alle Blicke im Dunkeln auf sich, ihr Licht gibt uns das Gefühl von Wärme und Geborgenheit.
 +Christus ist in unsere Kirche eingezogen, er macht diesen Raum hell und schön, er will auch unsere Herzen hell und schön machen.
 +Wir haben unsere Kerzen an seinem Licht, am Licht seiner Auferstehung,​ entzündet.
 +
 +Gott sucht keine trüben Funzeln, deren Glaube nicht anziehend ist, sondern du sollst ein Glaubenslicht für die anderen sein, das ihnen Jesus Christus näher bringt.
 +Ostern will in uns den Geschmack am ganzen, am ewigen Leben erwecken, will unsere Sehnsucht nach mehr, nach Leben in Fülle, in uns wach halten, will unsere Beziehung erneuern zu dem, der uns sagt: „Ich bin das Leben!“
 +Seine Wundmale waren nach seiner Auferstehung nicht einfach weg, sie waren immer noch da, Thomas kann sie berühren, aber sie schmerzen nicht mehr.
 +Sie sind verwandelt und strahlten den Duft des Himmels und die Schönheit Gottes aus.
 +So wird Gott auch unser Leben wandeln und er beginnt schon jetzt damit, in dem Maße, wie wir uns ihm lernen anzuvertrauen. ​
 +
 +„Hast du Gott schon einmal einen Witz erzählt?​“
 +Wir erzählen uns doch gegenseitig gerne Witze?
 +Vielleicht werden sie sich jetzt fragen: „Warum soll ich ihm denn einen Witz erzählen?​“
 +Weil gute Freude sich untereinander auch gerne mal einen Witz erzählen!
 +Bist du ein Freund oder eine Freundin Gottes?
 +
 +Wir alle wissen, wenn ich mein Handy an mein Ohr halte, heißt das noch lange nicht, dass ich telefoniere.
 +Es hat vielleicht für andere diesen Anschein, dass ich mit jemandem rede, aber niemand hört mich, im Grunde genommen spreche ich mit mir selbst.
 +Erst wenn mein Handy eingeschaltet ist, wenn ich eine Nummer wähle und jemand abhebt, dann habe ich ein Zwiegespräch,​ dann rede ich dem anderen.
 +
 +So sollen wir beten, wenn wir mit Gott sprechen und ich darf ihn dann alles sagen, in der Tiefe meines Herzens zu ihm sprechen auch einmal in der Kirche vor ihm ruhig werden.
 +Wir brauchen Gott keine Vorträge zu halten, sondern es sehnt sich danach, dass ich mich ihm ganz bewusst zuwende und ihm sage, was mir gerade auf dem Herzen liegt.
 +
 +Manchmal habe ich den Eindruck, Gott sei für uns taub und wir müssten irgendetwas ganz Außergewöhnliches in der Kirche machen, damit er uns hören kann.
 +Dabei sagt uns die Schrift, dass der Heilige Geist am liebsten in der Stille wirkt und wir als Getauften und Gefirmten ihn jederzeit, ohne viel Aufsehen, erbitten dürfen. ​
 +Und wo dieses Zwiegespräch nicht mehr stattfindet,​ da wird auch deine Glaubenspraxis auch nicht mehr funktionieren.
 +
 +Der Heilige Geist ist die Freude und die Kraft Gottes in dir, die dich erfüllen und erheben kann, wenn du es ihm erlaubst.
 +Eine ältere Dame sagte zu mir vor einiger Zeit: „Seitdem ich zu Hause, am Morgen, etwa eine halbe Stunde lang Gott lobe und preise, und ihm zur Ehre Lieder singe, geht es mir körperlich und seelisch bedeutend besser.
 +Ja, du bist verantwortlich für deinen Glauben, niemand anderes.
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 +Suche dir Menschen, die mit dir zusammen den Glauben leben wollen.
 +Es ist besser Jesu Licht zu erbitten und mit ihm anderen im Glauben zu leuchten, als ständig über die Dunkelheit im eigenen Herzen und den Herzen der anderen zu klagen. ​
 +Der Glaube an Jesus Christus macht die Welt heller, drum mache dich auf und werde Licht! ​
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 +Amen.
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 +:​sfoot:​Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, mit freundlicher Genehmigung der katholischen Bibelanstalt Stuttgart, Predigt: Pfarrer Stephan Meßner:se:
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