Predigtgedanken, 10.02.2018 (6. Sonntag im Jahreskreis, Fastnacht)

Pfarrer Meßner

Liebe Mitchristen,

Wunder gibt es immer wieder,
sang schon Katja Ebstein, in einem ihrer Lieder.
Viele sagen heute: An Wunder - an die glaub ich nicht,
meinen - wer so was glaubt, sei nicht ganz dicht.

An diesen närrischen Fastnachtstagen,
will ich euch Gottes frohe Botschaft - in Reimen sagen.
Die frohe Botschaft heißt auch Evangelium,
Gottes Wort spricht sich durch die Menschen herum.

Doch bei Wundergeschichten - da müssen wir uns fragen,
was wollte uns Jesus - eigentlich sagen?
Die Heilung, die sich auf einen Aussätzigen bezieht,
schildert uns Wunderbares, das von Gott her geschieht.

So erstaunlich war es, dass uns Zeugen darüber berichten,
nicht nur in der Bibel, auch in Liedern und frommen Gedichten.
Aber es gilt auch stets, immer folgendes zu beachten,
Jesus war kein Zauberer, was schon damals Leute von ihm dachten.

Der Glaube führt den Aussätzigen zum Wunder hin,
ohne Glauben geschieht nichts, Magie hat Gott nicht im Sinn.
Denn willst du etwas Wunderbares im Glauben erleben,
dann musst du dein Herz, zuerst im Gebet zu ihm erheben.

Wir sind es gewohnt, zu rennen und herum zu hetzen,
kaum jemand hat Zeit, in der Kirche sich zu Jesus zu setzen.
Doch im Evangelium, so lesen wir heute,
wirkt Gott still, sucht nicht die Sensation der Leute.

Ein Mann mit Aussatz, er spürt, es ist nun soweit,
jetzt ist seine Heilungszeit - Jesus ist für ihn bereit.
Geplagt und ausgestoßen, vom Aussatz befallen,
lehnte man ihn ab, hatte an ihm kein Gefallen.

Doch er glaubte, vertraute und fasste Mut,
er wußte, bei Jesus wird alles wieder gut.
Er hörte den Worten des Meisters zu,
er war berührt, seine Seele fand Heilung und Ruh.

Was wünscht er sich befreit zu sein, von dieser Plage und den Sorgen,
wie sehr rief er nach Gott um Hilfe, an jedem neuen Morgen.
Und dann geschah das Große, Gottes Gnade stieg auf ihn nieder,
der Geheilte erzählte allen - schaut: „Wunder Gottes gibt es immer wieder!“

So lesen wir bei Markus heute, wie Jesus diesen Mann erfreute,
der fern von allem leben musste, da man um seine Krankheit wusste.
So warf er sich vor Jesus auf die Knie, er sagte sich - jetzt oder nie.
„Herr, wenn du willst, kannst du mich heilen, bevor der Tod mich wird ereilen.“

Der Herr sah ihn voll Mitleid an, berührte ihn - und sagte dann:
„Ich will! Sei rein, mein lieber Mann, ich gebe dir, was ich geben kann.
Doch ist die eigentliche Lehre: Auch bei mir gibt es etwas zu heilen,
wenn meine Berührungsangst nicht wäre, Gott würde es mir gerne mitteilen.

Vielmehr noch, wird der Aussätzige in den Augen Gottes rein,
sollte das nicht auch bei mir, etwa durch eine Beichte so sein?
Aussatz ist äußerlich, bei uns nicht mehr häufig,
ein unreines Herz aber - ist den meisten geläufig.

Ist es mir wichtig, dann man mich und andre nur äußerlich achtet,
will ich nur, dass man mich nach der Leistung betrachtet?
Jesus geht es um meine Herzenshaltung und den Gemeinschaftssinn,
er achtet auf mein ganzes Leben, weil ich auf ihn hin - getauft bin.

Wie freut es sich über Dankbarkeit, für alles, was ich von ihm empfangen,
über täglichen Lobpreis, ihm zur Freud, ohne Ausreden, ohne bangen.
Ihm all das zu sagen, was mir schwer und was mir leicht fällt,
seine Freundschaft wird wachsen und mehr, alles Geld der Welt.

Wer selbst einmal Gottes Güte erfahren, der kann nicht mehr schweigen,
der Mensch, der Gott liebt, bemüht sich, es soll einfach soll so bleiben.
Ihm fällt es nicht schwer, aus dem sprudelnden Herzen zu sprechen,
und für Gottes Liebe - bei den Menschen eine Lanze zu brechen.

So lasst uns heute freudig, loben seinen Heiligen Namen,
lasst uns sähen und ernten - den guten Gottessamen,
Gott freut sich, über alle, die hier zur Kirche kamen.
Er segne euch - und schenke euch seinen Frieden:

Amen.



Predigt: Pfarrer Stephan Meßner